Besuch beim Radja in der königlichen Residenz.
16.Tag (Di)Wir stellten mal wieder die Koffer für die Abholung vor die Hütte und gingen um 7:00 Uhr zum Frühstück. Ich aß ein French Toast und ein Omelette (mit allem, außer Paprika). Dazu Balinesischen, starken Kaffe mit Bodensatz. Susanne reichte heute ein French Toast mit Tee. In der letzten Nacht war es wegen der Tiere draußen recht laut gewesen und wir hatten beide schlecht geschlafen. Jeder Hotelgast erhielt noch ein kleines Abschiedsgeschenk (etwas Balinesischen Kaffee aus der Gegend) und um 8:30 ging die Reise wieder zurück in den Süden.
Dieses mal ging es zu der ehemaligen königlichen Residenz Puri Anyar nahe der Stadt Tabanan. Nach dem wir vor dem Tor in gelben Saris eingekleidet wurden, empfing uns der Nachfolger des Radjas persönlich und führte uns durch den Palast, der so um 1620 erbaut wurde. Die Radjas hatten natürlich heute keine Macht mehr und er selbst arbeitete in Denpasar in der Touristikbranche und hatte Elektrotechnik studiert. Doch für Touristen kam er immer gern in seinen Wohnsitz, um den Wohnsitz zu zeigen. Viele der Mauern waren mit alten Tellern, Geschenken an den Radja, dekoriert. Auch bereiteten Köchinnen gerade ein Fest in der Residenz vor, was wir auch beobachten konnten. Kulturell hatte der Radja in der Bevölkerung noch immer hohes Ansehen. Nach der Besichtigung saßen wir noch mit Ihm in seinem Wohnzimmer (was auch mal einen neuen Anstrich hätte vertragen können).
Meerestempel Pura Tanah Lot - „Land inmitten des Meeres“.

Königliches Essen
Nach der Besichtigung lud er uns zum Essen ein. Eine besondere Ehre. Dazu saßen wir auf einem roten Teppich auf dem Boden einer Terrasse mit kleinen Tischchen. Zuerst gab es eine Suppe mit Kürbis und Möhren. Danach wurde eine Balinesische Reistafel serviert. Zum Abschluss gab es dann Nachtisch. Banane und Reiskuchen und Zuckersirup. Alles schmeckte recht gewöhnungsbedürftig, aber nicht übel.
Wir verabschiedeten uns und die Fahrt ging wieder Richtung Süden.
Unser nächstes Ziel war der Meerestempel
Tanah Lot an der Küste im Südwesten der Insel. Der Tempel ist neben Balis Reisfeldern das beliebteste und bekannteste Fotomotiv auf Bali, was auch am Besucherandrang zu sehen war, obwohl es zum Sonnenuntergang noch viel voller wird. Doch so lange blieben wir ja heute nicht. Der Tempel selbst konnte nur bei Ebbe erreicht werden und war nur für bestimmte Buddhistische Mönche zugänglich. Doch auch hier zeigte sich, wie sehr sich einiges die letzten 20 Jahre verändert hatte. Auch hier standen nun unzählige Läden mit Touristennepp. Man hatte einen bepflanzten Park an der Küste vor dem Tempel angelegt, mit Spielplätzen und Essensbuden.